Kyle A. Dunn (*1987 Oakland, USA) ist ein Ultra-Contemporary Künstler, dessen Werke der “New Abstraction” zugeordnet werden. Bekanntheit erlangte seine Werke durch ihre optischen Täuschungen und visuellen Effekte, die durch die Anordnung von kontrastierenden Farben, Linien und Formen erzeugt werden, auszeichnen. Er schafft wiederkehrende Muster und repetitive Strukturen, die uns eine illusionäre Bewegung oder Vibration vermitteln. In seinem neusten Werk "Internal Dialogue", welches erstmalig in dieser Ausstellung zu sehen sein wird, nutzt Dunn die Kontrastfarben Schwarz und Weiß, um eine optische Spannung zu erzeugen. Durch die präzise Platzierung und Abstufung von Linien und Formen erzeugt er eine faszinierende Dynamik auf der Bildfläche.

Dunns Gemälde laden dazu ein, den Prozess der Wahrnehmung zu erforschen und die Grenzen des Sehens herauszufordern. Sie spielen mit der Art und Weise, wie unser Gehirn Muster und Formen verarbeitet und erzeugen dadurch eine einzigartige ästhetische Erfahrung. Seine Werke sind nicht nur visuell beeindruckend, sondern regen auch zum Nachdenken über die Natur der Wahrnehmung und der Realität an.

"The New Abstraction" bezeichnet eine Strömung der Zeitgenössischen Kunst, bei der Künstler*Innen von der traditionellen Abbildung von Gegenständen und Formen abweichen und sich stattdessen auf abstrakte Darstellungen konzentrieren. Diese Bewegung hat in den letzten Jahrzehnten an Einfluss gewonnen und umfasst verschiedene künstlerische Ansätze und Techniken. Sie zeigt sich durch eine Vielfalt von Ausdrucksformen, die häufig auf der Verwendung unterschiedlicher Medien und Materialien basieren. Die Künstler*Innen streben danach, komplexe Kompositionen zu schaffen, die sowohl emotionale als auch intellektuelle Reaktionen in uns hervorrufen. Sie lassen sich von verschiedenen kulturellen Einflüssen inspirieren und verbinden unterschiedliche Stile, wodurch eine Vielfalt an Stimmen und Perspektiven entsteht, die die Komplexität unserer heutigen Gesellschaft widerspiegelt.

Ein wesentliches Merkmal dieser Bewegung ist die besondere Bedeutung von Farbe, Textur und Oberfläche. Künstler*Innen experimentieren mit verschiedenen Techniken, um interessante visuelle Effekte zu erzielen - dies kann beispielsweise durch das Überlagern von Farbschichten, den Einsatz unkonventioneller Materialien oder die Erweiterung des Rahmens oder der Leinwandgrenzen erreicht werden. 
Ebenfalls ein zentraler Faktor der "Neuen Abstraktion" ist die Einbeziehung des Betrachters/der Betrachterin in den künstlerischen Prozess. Durch interaktive Installationen oder den Einsatz digitaler Technologien schaffen Künstler*Innen eine direkte Verbindung zwischen dem Kunstwerk und dem Publikum. Dies ermöglicht es uns, das Kunstwerk auf persönliche und individuelle Weise zu erfahren und zu interpretieren.

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